HOMÖOPATHIE

Homöopathie

Ist das Kind krank, scheuen sich viele Eltern vor der Verabreichung von Medikamenten, sie möchten etwas „Natürliches“ ohne Nebenwirkungen. Zu Recht, es muss nicht gleich mit „Kanonen auf Spatzen geschossen werden“. Viele Medikamente sind an Kindern nie getestet worden, man weiss daher oft nichts über die kurzfristigen, geschweige denn über die längerfristigen Nebenwirkungen. Bei einer Erkältung hilft z.B. auch eine aufgeschnittene Zwiebel neben dem Bettchen, ein Wickel (z.B. mit Zwiebeln oder Kartoffeln), ein Erkältungsbad oder Tee (z.B. Lindenblüte, Hagenbutte, Thymian). Solange der kindliche Organismus eine Ausscheidungsfunktion in Form von Fieber mit Schweiss, Schleimproduktion, Durchfall erfüllen kann, ist dies ein völlig normales Geschehen bei einer akuten Erkrankung.  Schafft es der Körper hingegen nicht von alleine mit dem Erreger fertig zu werden, wird er mittels der klassischen Homöopathie bei der Selbstregulation unterstützt.

Kinder sprechen in jedem Alter sehr gut auf homöopathische Arzneien an. Nicht die Krankheitssymptome sind dabei wichtig, sondern wie das Kind individuell körperlich und seelisch auf diese Krankheit reagiert.

Homöopathische Arzneien sind hoch verdünnt, sie werden meist als Globuli (Streukügelchen) verabreicht. Sie schmecken daher weder bitter oder „grusig“, wie wir in der Schweiz sagen, sie sind vom Geschmack her völlig neutral.

Bei Durchfall oder Erbrechen hat man den grossen Vorteil, dass der Verdauungstrakt umgangen werden kann, die Globuli lösen sich bereits auf der Mundschleimhaut auf oder man kann mit der Arzneilösung die Mundschleimhaut benetzen. Als Homöopathin „tue ich dem Kind nicht weh“. Wenn etwas nicht weh tut, ist das Vertrauen der kleinen Patienten meist schnell gewonnen. Zumal der weisse Kittel oder Spritzen in einer homöopathischen Praxis fehlen.

Bei der homöopathischen Behandlung ist neben der Reaktionsfähigkeit des Organismus die Wahl des passenden homöopathischen Arzneimittels der entscheidende Faktor für den Therapieerfolg. Das Finden des richtigen Arzneimittels ist bei Kindern eine Kunst, Säuglinge und Kleinkinder können ihre Beschwerden noch nicht mit Worten beschreiben. Eine gute Beobachtungsgabe des Homöopathen und der Eltern ist daher sehr wichtig. Bereits Babys und kleine Kinder können ihr Befinden sehr früh mitteilen.

Homöopathie ist sehr kostengünstig, dies ist gerade in der heutigen Zeit ein willkommener Nebeneffekt für manch strapaziertes Familienbudget. Zwar ist der zeitliche Aufwand bei der Erstkonsultation deutlich höher, kostet daher auch etwas mehr. Bei späteren Praxisbesuchen sind die Kosten jedoch gering, weil der Homöopath das Kind bereits gut kennt. Eine frühzeitige Behandlung verhindert Komplikationen oder eine Chronifizierung von Krankheiten (z.B. bei Anginen, Asthma, Bronchitis, Neurodermitis, Rheuma, usw.), somit entfallen auch Krankheitstage und häufige Praxisbesuche.

Durch die fundierte, langjährige Ausbildung bin ich in der Lage Krankheiten zu erkennen, aber auch meine Grenzen zu kennen. Manchmal ist es notwendig, vorgängig oder begleitend zur homöopathischen Therapie medizinische Abklärungen beim Kinderarzt zu veranlassen. Einerseits kann dies für mich für eine Diagnosestellung wichtig sein, es kann aber auch sein, dass ich den Verlauf der homöopathischen Behandlung kontrollieren lassen möchte (z.B. bei Lungenentzündung, Mittelohrentzündung, Anämie, usw.).