HOMÖOPATHIE

Homöopathie

Ist ein Kind krank, scheuen sich viele Eltern und Grosseltern vor der Verabreichung von chemischen Medikamenten, sie möchten etwas „Natürliches“, etwas ohne Nebenwirkungen. Zu Recht, es muss nicht gleich mit „Kanonen auf Spatzen geschossen werden“.  Das Immunsystem ist bei einem Neugeborenen noch nicht voll entwickelt, es wird bis zum zweiten Lebensjahr erst geschult. Auch die Organe reagieren nicht gleich wie bei Erwachsenen, sie sind empfindlicher. Kinder sind aber nun mal nicht „kleine Erwachsene“. Viele Medikamente sind an Kindern nie getestet worden, man weiss daher oft nichts über die kurzfristigen, geschweige denn über die längerfristigen Nebenwirkungen.

Man sollte auch bedenken, dass nicht jede Befindlichkeitsstörung gleich homöopathisch behandelt werden muss, dies gilt besonders für Selbstbehandlungen. Solange der kindliche Organismus eine vorübergehende Ausscheidungsfunktion in Form von Fieber mit Schweiss, Schleimproduktion, Durchfall erfüllen kann, ist dies ein völlig normales Geschehen. Schafft es der Körper hingegen nicht von alleine, darf er mittels der klassischen Homöopathie bei der Selbstregulation unterstützt werden. Bei einer Erkältung hilft z.B. auch schon eine aufgeschnittene Zwiebel neben dem Bettchen, ein Wickel (z.B. Zwiebel, Kartoffel), ein Erkältungsbad, oder Tee (z.B. Thymian). Seien Sie jedoch auch bei „natürlichen Heilmitteln“ vorsichtig.

Bei Selbstbehandlungen erkundigen Sie sich lieber vorgängig bei Ihrem Drogisten oder Apotheker, ob denn das Produkt für Kleinkinder geeignet ist. So sind z.B. Menthol oder Kampfer in Salben, ätherischen Ölen bei Kleinkindern nicht geeignet.
Vorsicht ist auch in der Schwangerschaft geboten. Die kindlichen Organe können durch gewisse Stoffe geschädigt werden oder es kann bei der werdenden Mutter zu einem Abort, bzw. einer Frühgeburt kommen.

Ob bei körperlichen Erkrankungen, emotionalen Beschwerden, Kinder sprechen in jedem Alter sehr gut auf homöopathische Arzneien an. Eine homöopathische Konstitutionsbehandlung unterstützt Ihr Kind auch bei seinen Entwicklungsschritten. Nicht die Krankheitssymptome sind dabei wichtig, sondern wie das Kind individuell körperlich und seelisch auf diese Krankheit reagiert.

Homöopathische Arzneien sind hoch verdünnt, sie werden in kleinsten Dosen in Form von Globuli (Streukügelchen) oder Tropfen verabreicht. Sie schmecken daher weder bitter oder „grusig“, wie wir in der Schweiz sagen, sie sind vom Geschmack her völlig neutral. Bei Durchfall oder Erbrechen hat man zudem den grossen Vorteil, dass der Verdauungstrakt umgangen werden kann, die Globuli lösen sich bereits auf der Mundschleimhaut auf oder man kann mit der Lösung, bzw. Tropfen die Mundschleimhaut benetzen. Als Homöopathin „tue ich dem Kind nicht weh“, eine körperliche Untersuchung geht daher meist recht spielerisch vor sich. Wenn etwas nicht weh tut, ist das Vertrauen der kleinen Patienten meist schnell gewonnen. Zumal der weisse Kittel oder Spritzen in einer homöopathischen Praxis fehlen.

Bei der homöopathischen Behandlung ist neben der Reaktionsfähigkeit des Organismus die Wahl des passenden homöopathischen Arzneimittels der entscheidende Faktor für den Therapieerfolg. Das Finden des richtigen Arzneimittels ist bei Kindern eine Kunst, Säuglinge und Kleinkinder können ihre Beschwerden noch nicht in Worten beschreiben. Eine gute Beobachtungsgabe des Homöopathen und der Eltern ist daher sehr wichtig. Kinder können, wenn man denn genau beobachtet, ihr Befinden und ihre Gefühle bereits sehr früh und klar mitteilen.

Homöopathie ist sehr kostengünstig, dies ist gerade in der heutigen Zeit ein willkommener Nebeneffekt für manch strapaziertes Familienbudget. Zwar ist der zeitliche Aufwand bei der Erstkonsultation deutlich höher, kostet daher auch etwas mehr. Bei späteren Praxisbesuchen sind die Kosten jedoch gering, weil der Homöopath das Kind dessen Reaktion auf Krankheiten bereits kennt. Eine frühzeitige Behandlung verhindert zudem Komplikationen oder eine Chronifizierung von Krankheiten (z.B. bei Anginen, Asthma, Bronchitis, Neurodermitis, Rheuma, usw.), und somit entfallen auch Krankheitstage und Praxisbesuche.

Durch die fundierte, langjährige Ausbildung bin ich in der Lage Krankheiten zu erkennen, aber auch meine Grenzen zu kennen. Manchmal ist es notwendig, vorgängig oder begleitend zur Therapie eine medizinische Abklärung beim Kinderarzt, Hausarzt zu veranlassen. Einerseits kann dies für mich für eine Diagnosestellung wichtig sein, es kann aber auch sein, dass ich den Verlauf der homöopathischen Behandlung kontrollieren lassen möchte (z.B. bei Lungenentzündung, Mittelohrentzündung, Anämie, usw.).