Zahnen

Das Zahnen ist ein natürlicher Vorgang, nicht alle Kinder haben dadurch Beschwerden. Mit ca. 4 – 6 Monaten kriegen Babys ihre ersten Milchzähne. Zuerst brechen die unteren, dann die oberen Schneidezähne durch.

Symptome

  • Schmerzen
  • Schwellung, Rötung des Zahnfleisches
  • Speicheln
  • Hautreizung (Kinnbereich)
  • Leichtes Fieber
  • Weinen, Gereiztheit, Schlafprobleme (Schmerzen)
  • Stuhl und Urin sind „aggressiver“, es kann zu Hautreizungen kommen
  • Durchfall oder weicher Stuhl
  • Das Kind versucht an Gegenständen zu Kauen, zu Beissen.

Klassische Homöopathie

Je nach Schmerzempfindlichkeit des Kindes kann der Zahnungsprozess das Kind und auch die Eltern, welche um den Schlaf gebracht werden, erheblich belasten.
In dieser Zeit sind manche Kinder besonders anfällig auf gesundheitliche Störungen wie leichtes Fieber, Schnupfen, Husten, Ohrenschmerzen, Durchfall, usw. Dies ist abhängig vom Gesundheitszustand des Kindes.  In der klassischen Homöopathie sind starke Zahnungsbeschwerden ein Hinweis dafür, dass das Kind Hilfe braucht. Es hätte sonst nicht solche heftigen Begleitsymptome und Schmerzen. In der Homöopathie wird der Zahndurchbruch als eine Krise betrachtet, bei der verborgene Dinge plötzlich zum Vorschein kommen. Man spricht hier von miasmatischen Zeichen. Hat Ihr Kind Schwierigkeiten mit dem Zahndurchbruch, empfiehlt sich eine homöopathische konstitutionelle Behandlung.

Zum Thema homöopathische Komplexmittel und  „Zahnchügeli“

Sie sind aus Sicht der Klassischen Homöopathie abzulehnen. Komplexmittel enthalten mehrere homöopathische Arzneimittel. Die Erfahrung im Praxisalltag zeigt, dass die Wirkung, wenn überhaupt, nur von kurzer Dauer ist. Das heisst, die Globuli müssen in immer häufigeren Gaben verabreicht werden. Es besteht dabei die Gefahr einer Arzneimittelprüfung, die verschiedenen Inhaltsstoffe können auch  Krankheitssymptome verschleiern. Eine spätere homöopathische Behandlung kann dadurch sehr erschwert werden.

siehe auch Homöopathie

Tipps aus der Naturheilkunde

  • Am besten hilft lokale Therapie, z.B. Massage der Zahnleiste.
  • Feste Gegenstände zum Beissen geben – kalte Beissringe; harte Brotringe Veilchenwurzel, Süssholz

Bei Brot, Veilchenwurzel und Süssholz: Nur unter Aufsicht, das Kind könnte sich verschlucken.

  • Massage des Zahnfleisches mit dem Finger.
  • Melissen –Tee
  • Bei entzündetem Zahnfleisch Salbei-Tee, od. mit homöopathischer Wundtinktur betupfen
  • Speichel abtupfen, Haut evtl. mit Calendula-Salbe schützen.
  • Bernsteinkette

Schulmedizinische Behandlung

  • Zahngel der schmerz-, und entzündungshemmend wirkt.
  • Fiebersenkende Zäpfchen.