Mumps

(Parotitis epidemica; Ziegenpeter)

Mumps gehört zu den klassischen Kinderkrankheiten. Die weltweit vorkommende Virusinfektion verläuft in der Regel als akute, gutartige und selbstlimitierende Erkrankung. Die Infektion kann in jedem Lebensalter auftreten, am häufigsten werden die Kinder zwischen dem 4. und 9. Lebensjahr befallen. Jungen erkranken doppelt häufiger als Mädchen. Jüngere Kinder sind kaum befallen, oder sie sind nur abgeschwächt krank. Die Krankheit tritt seltener im Sommer auf. In etwa 30 bis 40% verläuft die Infektion asymptomatisch (stille Feiung). Mumps hinterlässt in der Regel eine lebenslange Immunität (nicht aber  bei der Impfung).

Übertragen wird Mumps am häufigsten durch eine Tröpfcheninfektion (Speichel), daneben erfolgen Übertragungen auch durch kontaminierte Gegenstände (Spielsachen). Die Inkubationszeit (Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit) von Mumps beträgt zwei bis drei Wochen. Infizierte Kinder sind aber bereits eine Woche vor dem Auftreten der Schwellung ansteckend, sie bleiben es auch bis neun Tage danach. Ein typisches Symptom sind die „Hamsterbacken“.
Das Risiko einer Hodenentzündung bei Erkrankung nach der Pubertät mit nachfolgender Sterilität ist wissenschaftlich nicht bewiesen. Selten tritt eine gefährliche Hirnhautentzündung und Diabetes auf. Das Risiko einer Hirnhautentzündung mit Schwerhörigkeit steigt mit dem Alter an (Mumps im Erwachsenenalter).

Symptome

  • Mumps dauert ca. zwei Wochen.
  • Im Kindesalter verlauft Mumps meist wenig problematisch, ist aber mit intensivem Kranksein verbunden. Nur ca. 30 % der Kinder erkranken klassisch, bei ca. 70 %  verläuft die Krankheit unbemerkt oder als leichter grippaler Infekt.
  • Meist besteht nur mässiges Fieber. 
  • Allgemeines Krankheitsgefühl mit Kopf- und Gliederschmerzen.
  • Erbrechen, Übelkeit (bei Beteiligung der Bauchspeicheldrüse).
  • Einseitige, vorwiegend linkseitige Entzündung und teigig weiche Schwellung der Ohrspeicheldrüse oberhalb des Kieferwinkels und vor dem Ohr. Nach 1-3 Tagen kann auch die andere Seite anschwellen. Die Schwellung kann so ausgeprägt sein, dass das Ohr absteht. Die Schwellung ist druckempfindlich. Das Kind hat Schmerzen in der Backe, die z. B. ins Ohr oder in den Hals ausstrahlen, sie verstärken sich beim Öffnen des Mundes, beim Kauen und Schlucken. Die Mundschleimhaut ist häufig an der  Mündungsstelle des Ausführungsganges der Parotis-Drüse entzündet und geschwollen.
  • Nach ca. 5-8 Tagen unter Fieberabfall Rückgang der Schwellung. Frühestens ab dem 9. Tag darf das Kind wieder in den Kindergarten, Schule.

Komplikationen

Mit zunehmendem Alter werden Komplikationen wahrscheinlicher.

  • Mumps beschränkt sich nicht immer auf die Ohrspeicheldrüsen, auch andere Drüsen wie die Unterkieferspeicheldrüsen (Glandula mandibularis) und die Unterzungenspeicheldrüse (Glandula sublingualis) können betroffen sein (Schwellung des Halses unterhalb des Kinns).
  • Schädigung des Nervus vestibulocochlearis mit Ertaubung ein-, oder beidseitig. Eine Ertaubung wird von den Eltern meist nicht bemerkt (eine Kontrolle ist auch bei normalem Krankheitsverlauf daher angebracht).
  • Erkrankt ein Junge nach der Pubertät an Mumps, entwickelt sich in etwa 30 Prozent der Fälle eine schmerzhafte Hodenentzündung (Orchitis) und/oder eine Nebenhodenentzündung (Epididymitis). Diese Komplikationen sind bei Kleinkindern sehr selten (Bettruhe!). In der medizinischen Literatur gibt es keinen einzigen Fall von männlicher Sterilität nach Mumps bekannt. Es gibt aber wohl Hodenentzündung nach Mumps und Sterilität nach Hodenentzündung. Hodenentzündungen, die zu Sterilität führen (das hiesse übrigens ja auch, dass beide Hoden betroffen wären), haben immer eine andere Ursache, und umgekehrt: Hodenentzündungen, die aus Mumps resultieren, heilen nach derzeitig gesicherter Erkenntnis immer folgenlos aus.
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis), v.a. nach der Pubertät. Eine Pankreatitis äussert sich mit Erbrechen, Oberbauchschmerzen, fetthaltigen Durchfällen. (Auch der MMR Impfstoff kann  die Bauchspeicheldrüse schädigen und zum jugendlichen Diabetes mellitus (Typ I) führen)
  • Entzündung der Eierstöcke (Adnexitis).
  • Während den ersten drei Monaten einer Schwangerschaft ist das Risiko einer Fehlgeburt erhöht, nicht aber das Risiko für Missbildungen des Kindes.
  • Meningitis in der zweiten bis dritten Krankheitswoche. Es kommt zu Kopf- od. Nackenschmerzen, Lichtempfindlichkeit, Fieber, Schüttelfrost, Bewusstseinsstörungen, evtl. roten punktförmigen Hautflecken. Noch seltener ist die Hirnentzündung (Encephalitis), v.a. während od. nach der Pubertät. Hier sind Benommenheit, Erbrechen, Schwindel und neurologische Ausfälle (z. B. Lähmungen) die Symptome. Selten bleiben solche Ausfälle in Form einer Halbseitenlähmung oder eines Hydrocephalus dauerhaft bestehen

Einen Arzt oder Homöopathen benötigt Ihr Kind

  • Wenn Bauchschmerzen, Übelkeit und eventuell Erbrechen auftreten.
  • Bei starken Kopf- oder Nackenschmerzen, steifem Nacken, hohem Fieber, starker Licht- und Geräuschempfindlichkeit sowie bei zunehmender Teilnahmslosigkeit.
  • Wenn Ihr Kind plötzlich schlecht hört (Verdacht auf Schädigung des Hörnervs). Lassen Sie Ihr Kind bitte auch ärztlich untersuchen, wenn starke Ohrenschmerzen im Vordergrund stehen oder Flüssigkeit aus einem Ohr herausläuft.

Behandlung klassische Homöopathie

Bei Kindern verlaufen Mumpserkrankungen in den meisten Fällen ohne Komplikationen. Rund ein Drittel der Mumps-Infektionen haben sogar keine Symptome (stille Feiung). Komplikationen betreffen eher Kinder in der Pubertät oder Erwachsene. Das Zentralnervensystem kann betroffen sein oder es kommt zu einer  Hodenentzündung (Orchitis). Schwerwiegende Komplikationen sind sehr selten. Das erhöhte Komplikationsrisiko erklärt sich durch das Impfprogramm (mit mangelndem Impfschutz) und das dadurch spätere Auftreten der Krankheit im Erwachsenenalter. Die Sterilitäts-Gefahr durch Mumps bei Männern wird immer wieder als Argument für die Impfung beigezogen. Andere Ursachen dafür werden dabei ausgeklammert (z.B. Östrogenbelastungen, Schadstoffwerkungen aus der Umwelt (Schwermetalle), Sportunfälle (Hodenquetschung), verschleppte Bakterien, Geschlechtskrankheiten (z.B. Chlamydien), Krampfadern,  Diabetes, Alkohol und Nikotin).

Die klassische Homöopathie und andere ganzheitliche Heilmethoden haben eine differenziertere Ansicht, was Gesundheit und Krankheit ist. Eine stabile gute Gesundheit ist ohne Krankheit nun mal nicht zu haben, nur zumutbar muss diese sein. Wie bei anderen Kinderkrankheiten auch, benötigt das Kind bei Mumps in erster Linie eine gute Betreuung, Pflege und viel Zuwendung. Es sollten möglichst keine fiebersenkenden Mittel gegeben werden.

Aus Sicht der Homöopathie wirkt Mumps bei einer sykotischen Familienbelastung als „Ventil“. In ihrer eigenen Vorgeschichte traten bei den Kindern z.B. bereits eitrige Bindehautentzündungen, Säuglingsschnupfen, verstopfte Nase (Schniefen), Koliken (Dreimonatskoliken), Milcherbrechen, Phimose, scharfe Stühle, Windelausschlag, Schlafstörungen, Infektneigung,  Brechdurchfälle, Warzen auf.

Behandlung

Gesunde Kinder brauchen in den allermeisten Fällen überhaupt keine medikamentöse Begleitung bei Kinderkrankheiten, pflegerische Unterstützung und Zuwendung reichen meist aus. Das heisst bei Mumps Bettruhe.

Wenn es zu Komplikationen gekommen ist, wird in der homöopathischen Praxis der Krankheitszustand des Kindes behandelt (Schmerzen, Hodenschwellung, usw. Eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern ist Voraussetzung für die homöopathische Behandlung bei Mumps. So sind Kontrollen (telefonische Rückmeldungen nach der Arzneimittelgabe) über den Heilungsverlauf ein absolutes Muss. Ein homöopathisches Arzneimittel muss innert kurzer Zeit eine klare Heilwirkung zeigen. Bleibt eine Schwellung oder eine Verhärtung der Drüsen nach Mumps bestehen ist auf jeden Fall eine homöopathische Behandlung angebracht.

Zur Bestimmung des entsprechenden homöopathischen Arzneimittels wird wie übliche eine Anamnese gemacht. Wichtige Angaben sind Symptome zur Lokalisation stärker betroffene Seite, evtl. Seitenwechsel),  Art der Schwellung (harte oder weich), Angaben zum Fieber (plötzlich, allmählich, leichtes/hohes Fieber, Begleitsymptome), Metastasierung zu Hoden, Eierstöcken, Gehirn.

Mumps Impfen?

Grundsätzlich bin ich zum Impfen kritisch eingestellt. Dies heisst aber nicht, dass ich Eltern vom Impfen abrate. Wichtig ist mir Informationen aus homöopathischer Sicht zu Krankheiten und Komplikationen, Impfungen, Impfproblematik, Vorbeugung von Komplikationen, Pflege, usw. zu geben.

Manche Eltern sind sich nicht im Klaren, ob sie Ihr Kind impfen lassen wollen oder nicht. Wir schauen dann gemeinsam, was das Beste für das Kind ist. Bei familiärer Allergieneigung oder Vorerkrankungen beim Kind wie Dreimonatskoliken, chronischem Schnupfen, chronischem Husten, Milchschorf, Windelausschlag oder Neurodermitis rate ich in der Regel dazu, mit dem Impfen noch abzuwarten oder ich berate zumindest in Richtung gezieltes Impfen. Dieses Vorgehen verschafft den Eltern erst mal die Möglichkeit, erste Beschwerden des Kindes homöopathisch zu behandeln. Klappt dies, finden sie das Vertrauen in die klassische Homöopathie. Durch die Konstitutionsbehandlung oder durch eine akute Behandlung können die Eltern in aller Ruhe die Homöopathie und mich als Therapeutin kennenlernen. Bei Eltern, welche ihr Kind bei allfälligen Komplikationen eh „schulmedizinisch“ behandeln lassen würden, sei dies aus Angst vor Krankheitsfolgen oder als Zeitgründen (Berufstätigkeit) rate ich eher zum Impfen. Wie die Situation auch ist, grundsätzlich kann ich die Entscheidung für oder gegen das Impfen den Eltern jedoch nicht abnehmen.

Das lebende Impf-Virus kann alle Störungen auslösen, die auch Mumps hervorruft. Der Verlauf ist aber subtiler und chronisch. Man hat „Impfversager“, weshalb Wiederholungsimpfungen notwendig werden. An der deutlichen Zunahme der Mumpserkrankungen seit 1990 dürfte dem in der Schweiz am meisten verwendeten Rubini-Impfstamm eine beträchtliche Bedeutung zukommen.

Eine anhaltende Immunität nach der Erkrankung ist nur bei regelmässigem Kontakt (Booster) mit dem Wildvirus gewährleistet. Dies ist seit der Impfung nicht mehr gewährleistet. Die Impfung bewirkt eine viel schwächere Immunität als die durchgemachte Krankheit und kann die Erhaltung der Immunität nicht gewährleisten. Die Impfung hält nur begrenzte Zeit, möglicherweise nur 6 Jahre lang, und muss danach aufgefrischt werden. Bei 3% der Geimpften treten Nervenstörungen (Gliederschmerzen und Lähmungen) auf. Das bedeutet, dass die Muttermilch nicht mehr genügend Antikörper enthält und dadurch gestillte Säuglinge nicht geschützt sind. Erwachsene können erkranken und mit Komplikationen reagieren.

Die WHO (World Health Organization) empfiehlt nebst der Impfung folgendes: „Bei der Beurteilung, ob in den sehr seltenen Fällen, in denen ältere Erwachsene zwei Dosen eines MMR-Impfstoffs mit dem Rubinistamm erhalten haben und gemäss Anamnese noch nicht an Mumps erkrankt sind, eine Wiederholungsimpfung notwendig ist, gilt es zu berücksichtigen, dass die Wahrscheinlichkeit einer natürlich erworbenen Immunität infolge einer subklinisch verlaufenen Mumpsinfektion mit steigendem Alter zunimmt. Eine systematische serologische Immunitätsabklärung bei Personen, die für eine Wiederholungsimpfung in Frage kommen, wird nicht empfohlen.“

  • Seit 1990 mehrten sich in der Schweiz Berichte über eine zunehmende Zahl von Mumpserkrankungen, insbesondere bei geimpften Kindern und über lokale Mumpsausbrüche (Daten aus dem Sentinella-Meldesystem, einem Netzwerk von freiwilligen Hausärzten (Allgemeinpraktiker, Internisten und Pädiater). Der Verlauf der Mumpserkrankungen zeigte, nach einem initialen Rückgang, seit 1990 einen kontinuierlichen und markanten Anstieg der Meldungen (auf beinahe das Fünffache) von einem Minimum von 0,7 Fällen pro Arzt und Jahr (1989/90) auf ein vorläufiges Maximum von 3,3 Fällen pro Arzt und Jahr (Erhebungsperiode Juni–Dezember 1993, auf ein Jahr hochgerechnet). Dieser Anstieg, welcher beinahe einer Verdoppelung der 1986/87 beobachteten Häufigkeit entspricht, ist zur Hälfte durch eine übermässige Zunahme der Erkrankungen bei geimpften Kindern bedingt.
  • Bei einer Mumpsepidemie in der Schweiz erkrankten in einem Dorf etwa gleich viel Geimpfte, wie Ungeimpfte. Die zweimal Geimpften erkrankten sogar alle. In einer weiteren Studie in der Schweiz lag die Effektivität der Impfung nur bei 47-77%, was anscheinend auf einen „schwachen“ Virusstamm („Rubini“) zurückzuführen war.(Zimmermann H, Matter HC, Kiener T:Mumps epidemiology in Switzerland: results from the Sentinella surveillance system 1986-1993. Sentinella Work Group]Soz Praventivmed. 1995;40(2):80-92. )
  • Im Januar 2000 meldete das BAG (Bundesamt für Gesundheit, Schweiz) eine neue Mumpsepidemie. Bei ca. 70% der mit Fragebogen dokumentierten Fällen handelt es sich um geimpfte Kinder(85%) und geimpfte junge Erwachsene(15%). Auch bei einer Durchimpfungsrate von 70-80% spricht dies für eine extrem hohe Impfversagerquote. (Impfen, Routine oder Individualisation, Arbeitsgruppe für differenzierte Impfungen2 Aufl. März 2000, S. 39)
  • Nebenwirkungen der Impfung: Krämpfe, Hörschäden, Schädigung der Bauchspeicheldrüse: In Finnland (95%-Impfrate) werden wenig Nebenwirkungen beobachtet, aber der jugendliche Diabetes ist weltweit am höchsten (Homeopathic Links 4/94 S. 41). Seit Impfung tritt Mumps vermehrt im Erwachsenenalter (in USA von 12 auf 38%) auf und macht deshalb auch vermehrt Komplikationen. Geimpfte erkranken häufiger an Multipler Sklerose als nicht geimpfte (Jürg Kesselring, MS-Spezialist gem. Information Dr. Agarwala)

Wichtige Links im Zusammenhang mit Impfen, Impfentscheid, Nebenwirkungen:
www.impfo.ch (Arbeitsgruppe für differenziertes Impfen)
www.impfentscheid.ch
www.impfschaden.info

Homöopathisch gegen Mumps impfen?

Ich erhalte manchmal telefonische Anfragen von Eltern, die eine homöopathische Impfung gegen Mumps wünschen. Leider kann ich hier nicht dienen.

Die Idee bei einer „homöopathischen Impfung“ ist, dass ein Arzneimittel, eine Nosode (potenzierte Arznei aus krankem/pathologischem Material wie Krankheitserreger, Krebszellen, Sekreten, Impfstoffen, usw.) als homöopathische Prophylaxe verabreicht wird. Man zieht dabei gerne als Vergleich die Impfungen herbei. Der Vergleich ist jedoch schlecht gewählt, da Impfungen nicht zur Bekämpfung von Krankheiten sondern zur Immunisierung gegen eine Krankheit eingesetzt werden (der Organismus wird zur Antikörperbildung angeregt).

Vertreter dieser Meinung berufen sich schon mal auf Dr. Hahnemann, dem Begründer der Homöopathie. Dieser habe dies auch schon angewendet heisst es. Dieser hat schon mal vorbeugend Arzneimittel gegeben (z.B. bei einer Scharlachepidemie). Er hatte aber einen völlig anderen Ansatz. Er hat die Krankheitsfälle genau analysiert und die verschiedenen Symptome der Patienten verglichen um den Genius epidemicus zu bestimmen (charakteristischen Symptome einer Epidemie). Dabei ist entscheidend, ob die Symptome näher beschrieben und  differenziert dargestellt werden können (Lokalisation, Empfindungen, Modalitäten und Begleitsymptome. S. Samuel Hahnemann,  Organon der Heilkunst).

  • Die Gabe von Impf-Nosoden als Prophylaktikum gehört nicht zur klassischen Homöopathie
  • Eine homöopathische Arznei muss immer nach der Ähnlichkeitsregel (Simile) verschrieben werden. Hahnemann lehrte, dass eine Krankheit durch ein Mittel geheilt werden kann, welches bei einem gesunden Menschen ähnliche Symptome hervorrufen kann wie sie der Kranke aufweist. „Wähle, um sanft, schnell, gewiss und dauerhaft zu heilen, in jedem Krankheitsfalle eine Arznei, welche ein ähnliches Leiden für sich erregen kann, als sie heilen soll. Simile similibus curentur“. Voraussetzung für die Anwendung des Ähnlichkeitsprinzips ist die Kenntnis der Arzneiwirkung und die Erfassung des individuellen Symptombildes des Patienten mittels einer Anamnese. Durch das Individualisieren ist die Diagnose nur sekundär von Nutzen, aber für die Prognose der Krankheit ist sie sehr wichtig. Im „Organon der Heilkunst“ wird sehr genau beschrieben, wie die Anamnese (Krankheitsbefragung) umzusetzen ist, um das individuelle Krankheitsbild zu erfahren und welche Symptome des einzelnen Kranken die Arzneiwahl bestimmen (§§ 83-104). Der Name der Krankheit (Diagnose) beschreibt einen pathologischen Zustand, der das Wesen und die Individualität des Menschen völlig ausklammert.
  • Obwohl der Organismus den Impfstoff in potenzierter homöopathischer Form erhält, wird es zu keiner Antikörperbildung, keiner Immunität gegen die Krankheit kommen.

Tipps

  • Bei Fieber strenge Bettruhe für eine Woche, ohne Fieber kann das Kind im Bett sitzend lesen, spielen.
  • Breiige Nahrung die leicht zu schlucken ist anbieten. Achten Sie auf eine Flüssigkeitszufuhr und darauf, dass sowohl die Nahrung, als auch die Getränke säurearm sind, um die Schmerzen nicht noch zu verstärken.

Tipps aus der Naturheilkunde

  • Wickel:
    • Quarkwickel
    • Wickel mit Archangelica-Salbe (Engelwurz). Engelwurz wirkt entzündungshemmend. Salbe dick auf ein 10 cm breites Tuch auftragen, dieses mit der Salbenseite direkt auf die Haut legen, mit grossem Kopftuch befestigen. Die Heilwirkung kann mit einer Wärmeflasche verstärkt werden. Den Wickel für mindestens eine Stunde oder über Nacht liegen lassen. Diesen Wickel 1-2 x täglich machen.
    • Wickel mit gekochten heissen zerdrückte Kartoffeln, oder zu Brei gekochten Leinsamen, oder warmer Heilerde.Achten Sie auf die Temperatur!
    • Feucht-warme Bauchwickel.
  • Einfetten der Ohrspeicheldrüse mit Öl (lindert die Spannung).
  • Gute Lippen- und Mundpflege. Mundspülung mit verdünnter Calendula-Essenz (Ringelblume).

Behandlung Schulmedizin

Eine spezifische Therapie gegen das Virus gibt es nicht.

  • Fiebersenkende Medikamente und Umschläge können die Symptome lindern.

Vorbeugung Impfung

  • Impfempfehlung Schweiz: Zur Vorbeugung steht eine Impfung zur Verfügung, die zusammen mit derjenigen gegen Röteln und Masern zweimal, im Alter von 12 Monaten und 15-24 Monaten empfohlen wird.