Hauterkrankungen

Die Haut als unser grösstes Organ hat eine wichtige Schutzfunktion (Kälte, Wärme, mechanische Verletzung, Krankheitserreger, Flüssigkeitsverlust). Sie übernimmt wie Leber, Nieren und Lungen und Darm wichtige Entgiftungsfunktionen. Über Reflexzonen steht sie in Verbindung zu unseren inneren Organen. Die Haut ist auch der „Aussenposten“ für das Nervensystem (Sensibilität, Temperaturempfinden usw.). Die Haut gilt als Spiegelbild der Seele.

Es gibt viele Hautkrankheiten, die kosmetisch störend wirken, aber völlig harmlos sind. Dann wiederum gibt es Krankheiten wie Neurodermitis, Hautpilz (Candida albicans), Nesselfieber, Windelausschlag welche für die Kinder schwer belastend sein können.

Allen Hautkrankheiten ist gemeinsam, dass sie durch innere und/oder äussere Einflüsse reagieren. Äussern können sie sich z.B. als:

  • Allergien (z.B. durch Nickel, Kosmetika, Reinigungsmittel, Farb- und Konservierungsstoffe, Nahrungsmittel, Medikamente, usw.).
  • Abszesse
  • Akne
  • Hautpilz, Soor, Flechten Ekzeme, z.B. Neurodermitis, Schuppenflechte (Psoriasis).
  • Grindflechte (Impetigo contagiosa)
  • Herpes; Fieberblasen
  • Kopfgneis
  • Milchschorf, Kopfgneis
  • Nesselsucht (Urticaria)
  • Röschenflechte
  • Warzen
  • Windelausschlag

Auslöser für Hautausschläge können sein:

  • Kinderkrankheiten (Dreitagefieber, Masern, Ringelröteln, Röteln, Windpocken, Scharlach).
  • Allergien (z.B. Kontaktekzeme, Lebensmittelallergien, Insektenstiche, Medikamente).
  • Seelische Belastungen wie Stress, Kummer, Ärger.
  • Organische Störungen, z.B. Leber, Nieren, Darmprobleme.
  • Vererbung
  • Hormonelle Schwankungen.
  • Impfen
  • Umweltgifte
  • Umwelteinflüsse (Sonne.)
  • Immunstörungen (Pilze, Flechten)
  • Rheuma
  • Diabetes

Symptome

  • Entzündungen (Rötung, Schwellung)
  • Juckreiz
  • Schmerzen (Brennen, Stechen, Jucken, usw.)
  • Bläschen/ Quaddeln, Knötchen (Papeln), Eiterknötchen (Pusteln)
  • Krusten
  • Schuppen
  • Risse (Fissuren, Rhagaden)
  • Geschwüre
  • Hautkrebs (Melanom)

Behandlung Klassische Homöopathie

Leider ist die oberflächliche Behandlung und Beseitigung von Hautkrankheiten immer noch oberstes Therapieziel in der gängigen Medizin und damit fest im Denken vieler betroffener Patienten verankert. Alles Sichtbare, Unschöne muss beseitigt werden. Dabei sind Absonderungen und Jucken Zeichen einer gestörten Lebenskraft. Wenn erste Neurodermitissymptome (rote Flecken, Jucken) nach einer Salbenbehandlungen „geheilt“ sind, heisst dies entweder, dass das Kind aus dem Zustand herausgewachsen ist, oder dass die Krankheit durch die Behandlung nach innen gegangen ist. Das kann heissen, es folgen chronische Bronchitiden, Nebenhöhlenentzündungen, Mittelohrentzündungen, Pseudokrupp, Heuschnupfen oder Asthma, chronische Durchfälle. Es ist jetzt die „innere Haut“ betroffen, und diese reagiert über die Schleimhäute mit Entzündungen und eventuellen Ausscheidungsfunktionen (z.B. Schleim, Auswurf, Durchfall). Wenn das geschieht, sollte man genauer hinsehen. Hauterkrankungen sind niemals lokale Erkrankungen. Auch die Verdauung ist daran beteiligt (Darm, Leber, Nieren). Alles was wir von aussen auf sie einschmieren, oder was wir uns verinnerlichen (Nahrung, Medikamente, Narkosen, Impfungen) muss unser Organismus verarbeiten, muss er damit umgehen.

Die Haut ist ganz wesentlich bei Ausscheidungsprozessen beteiligt, hat eine regulierende Funktion (Schweiss, Wärmeregulation, Entgiftung). Aus homöopathischer Sicht sollten Ekzeme, Hautausschlägedeshalb nie mit äusseren Anwendungen behandelt werden, z.B. mit Zink (Oxyplastin, Excipial) – dadurch werden die Hautporen verschlossen.

Leider werden „Symptomverschiebungen“ (von aussen nach innen) nur selten mit falschen, unterdrückenden Behandlungen  in Zusammenhang gebracht. Im homöopathischen Praxisalltag sehen wir solche „Krankheitsreisen“ jedoch zu genüge. Eine Symptomeunterdrückung kann auch mit sogenannten natürlichen Heilmitteln passieren. Ekzeme kommen nach einer Unerdrückung oft in noch schwererer Form wieder, aber nicht immer. Das ist von der Lebenskraft abhängig. Hauterkrankungen sind immer ein Hinweis dafür, dass man achtsam mit seiner Gesundheit umgehen soll. Bei Babys mit Milchschorf, Windelausschlag, Soor, Neurodermitis wird deshalb das Thema Impfen bei der Anamnese zum Gesprächsinhalt. Entweder sollten, wenn bereits geimpft worden ist, die Folgeimpfungen erst mal nicht gemacht werden, oder wenn noch nicht geimpft worden ist, erst die Konstitutionsbehandlung gemacht werden um später, wenn gewünscht, gezielt geimpft werden kann.

Siehe auch: Impfdossier  (www.homoepathie-luzern.ch)

Hauterkrankungen brauchen, wie wir oben gesehen haben Zeit, um sich zu chronifizieren. Deshalb ist es so wichtig, möglichst schon bei den ersten Anzeichen und erfolglosen Anwendungen eine homöopathische Konstitutionsbehandlung zu machen.

Bei schweren Hauterkrankungen wie Neurodermitis erschrecken Eltern bei der Diagnosestellung des Kinder-, oder Hautarztes meist zutiefst. Beruhigend ist vielleicht, dass eine Hautsymptomatik noch keine chronische Krankheit ist. Sie wird erst dazu gemacht, wenn die Ausscheidungssymptome örtlich oder mit unterdrückenden Arzneimitteln, Bioresonanz, usw. wegtherapiert werden und danach Allergien, Erkrankungen der Atemwege, des Verdauungstraktes folgen.

Eine Selbstbehandlung ist bei Ekzemen, Windelausschlag, Neurodermitis, Psoriasis, Milchschorf oder Warzen aus obgenannten Gründen nicht zu empfehlen. Hier muss immer eine Konstitutionsbehandlung gemacht werden.

  • Bei der klassisch homöopathischen Behandlung werden die individuellen Symptome, die charakteristischen körperlichen, emotionalen und geistigen Merkmale erfragt, Vererbungsfaktoren miteinbezogen, Einflüsse mitberücksichtigt. Ein Arzneimittel soll auf die Lebenskraft wirken, welche dann eine innere Heilung der Störung bewirken soll.
  • Nach jahrelangen Unterdrückungen kann es lange dauern, bis die Haut gesund wird. Es ist auch möglich, dass diese die Haut der Schwachpunkt beim betreffenden Menschen ist. Sie fängt der Juckreiz bei Stress wieder an (die Haut wird gewissermassen zum Indikator des Allgemeinzustandes).
  • Kortison: Es ist unwahrscheinlich, dass eine Heilung stattfinden kann, wenn Kortison in der Langzeittherapie verwendet wird. Kortison darf aber nie eigenmächtig abgesetzte werden, sondern ausgeschlichen werden (immer schwächere Salben). Antihistaminika können allenfalls nachts eingesetzt werden. Deshalb ist eine gute Zusammenarbeit mit Ihrem Hausarzt oder Dermatologen wünschenswert.

Siehe auch unter: Neurodermitis – „Behandlung klassische Homöopathie“

Tipps aus der Naturheilkunde

Juckreiz
Siehe auch Neurodermitis, Nesselfieber

  • Kühle Abwaschungen mit verdünntem Obstessig oder Molkosan
  • Mandel- od. Kokosnussöl; Johannisöl (aufpassen dass nachher kein Sonnenkontakt stattfindet).
  • Umschläge mit Speisequark.
  • Bad: 1 EL Olivenöl, ¼ l Milch, oder bei Milchunverträglichkeit etwas Kaffeerahm dem Wasser zugeben

Rauhe Hände

  • Vor und nach dem Waschen einölen. Z.B. Mandelöl, Jojobaöl, Olivenöl, Nachtkerzenöl
  • Glycerin-Creme
  • Mandelöl
  • Olivenöl
  • Johannisöl

Eiterbildung
Siehe Abszesse (www.homoeopathie-luzern.ch)

Nässende Ekzeme
Siehe auch Neurodermitis; Ekzeme

  • Sie sollten feucht behandelt werden: 1 % Kochsalzlösung; Calendula-Lösung; Quarkumschläge; Eichenrindebäder. Mit Lehmerde bestreuen (grob- od. feinkörnig);

Pilz
Siehe Candida albicans

  • Essigwasser; Calendulalösung (verdünnte Calendulatinktur)

Hautrisse

  • Verdünnte Calendulatinktur (Calendulalösung); Calendulasalbe

Behandlung Schulmedizin

Hautkrankheiten werden hier immer symptomatisch behandelt, z.B. wird der Juckreiz gelindert, die Entzündung eingeschränkt.

  • Allergietest
  • Antihistaminika
  • Kortison
  • Antibiotika
  • Operation, Bestrahlungen (z.B. bei Hautkrebs).
  • Lichttherapie