Beule

siehe auch: Gehirnerschütterung; Blutergüsse; Kephalhämatom; Prellung

Beulen am Kopf entstehen wenn sich das Kind den Kopf gestossen hat oder auf den Kopf gefallen ist. Weil sich unter der Haut das Blut ansammelt, entstehen rötlich-blaue Flecken. Durch den Abbau des Blutes ändert sich die Farbe nach ein bis vier Tagen zu einem tiefen Dunkelblau, sie gehen nach weiteren Tagen in eine grünliche Farbe über. Nach spätestens zwei bis drei Wochen ist der Bluterguss normalerweise verschwunden.

In der Regel sind Beulen nicht schlimm. Eine Beule sollte sich immer hart anfühlen. Haben Sie den Eindruck, dass diese weich und schwammig ist, gehen Sie zum Arzt. Das gleiche gilt wenn Ihr Kind über Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit klagt, Erbrechen auftritt.

Klassische Homöopathie

Ein kleiner Bluterguss bedarf normalerweise keiner homöopathischen Behandlung. Homöopathische Arzneien stoppen jedoch die Einblutung, regen den Körper an, das Blut zu resorbieren, wirken entzündungshemmend und sie sind schmerzstillend.

In verschiedensten Ratgeber wird Arnika zu innerlichen Anwendung empfohlen. Hier gilt es jedoch zu beachten, dass nicht immer Arnika indiziert ist. Hier gilt es, wie immer in der Homöopathie, dass bei der Arzneimittelwahl individualisiert wird. Das heisst, die Arznei-Symptome müssen auf den Krankheits-Zustand des Patienten passen. So ist der Ort der Verletzung, das Aussehen der Verletzung, die Schmerzbeschreibung, Verschlimmerungen, Verbesserungen der Schmerzen, wichtiger als die Diagnose „Hämatom; Prellung“. Wichtig ist auch der Gemütszustand (ungeduldig, bedrückt, wehleidig, jammernd, fluchend, usw.). Wenn sich noch die Umstände, die zur Verletzung geführt haben (Stress, Zerstreutheit, usw.) bei der Anamnese erheben lassen, sollte der homöopathischen Behandlung nichts mehr im Wege stehen. Belladonna, Bellis perennis, Bryonia, Calendula, Conium maculatum, Crotalus horridus, Hamamelis, Hypericum, Lachesis, Ledum, Millefolium, Phosphorus, Symphitum,  Rhus toxicodendron, Ruta, Secale, Sulfuricum acidum, sind nur einige bewährte Arzneimittel für die Behandlung von Hämatomen/Blutergüssen.

Wenn Sie bei der Wahl des Mittels unsicher sind, fragen Sie Ihren Homöopathen, eine falsche Mittelwahl kann die Heilung einerseits verzögern oder die Symptome durcheinanderbringen. Wichtig sind auch die richtige Potenz und die Dosierung (Einnahme) des entsprechenden Mittels.

Tipps

Die meisten Blutergüsse verschwinden nach einigen Tagen von selbst. Sie können jedoch mit folgenden Tipps in ihrer Intensität beeinflusst werden:

  • Kühlung für 15-20 Min. 1-2 Eiswürfel in ein Handtuch oder in einen Waschlappen wickeln und Beule kühlen (die kleinen Kapillaren ziehen sich dadurch zusammen, die Blutung wird gestoppt). Wenn es schnell gehen muss eine kühle Flasche an die Beule halten.
  • Evtl. Stelle desinfizieren.
  • Essigsaure Tonerde

Tipps aus der Naturheilkunde

  • Essig-Umschlag (Apfelessig/Obstessig: Einen Teil Essig auf drei Teile Wasser).
  • Arnika-Salbe oder Arnikaumschläge (entzündungshemmend, abschwellend, schmerzlindernd).
    Achtung: Wenn eine offene Wunde vorhanden ist, sollte kein Arnika verwendet werden.
  • Verdünnte Calendula-Tinktur auf Kompresse geben, 1:10 (blutstillend, schmerzlindernd, desinfizierend)
  • Symphytum-Salbe (Beinwell); Wickel mit Symphytum-Tinktur
  • Notfalltropfen; Notfallcreme

Schulmedizinische Behandlung

  • Salben mit Heparin oder Hirudin
  • Kytta-Salbe (enthält Symphytum)
  • Öffnung des Blutergusses